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Petition an den Bayer. Landtag

Demokratie leben und lernen

Innere Schulentwicklung als Demokratisierungsprozess
 

Einstimmiger Beschluss des Forum Bildungspolitik vom 24. September 2001




Vorbemerkung
Innere Schulentwicklung lässt sich in jeder einzelnen Schule durch einen Demokratisierungsprozess initiieren. Ist dieser Prozess institutionalisiert, kann sich das gesamte Schulwesen im Sinne der Ziele der inneren Schulreform entwickeln. 

Zielvorstellungen
Die innere Schulentwicklung hat u. a. folgende Ziele:


Bedingungen
Zur Förderung dieses Entwicklungsprozesses (z. B. im Sinne von mehr Subsidiarität, Partizipation, Transparenz...) gehört, 


Folgerungen
Wer sich ernsthaft auf einen demokratisch gesteuerten Entwicklungsprozess in Schul- und Bildungseinrichtungen einlässt, sollte sich nicht vor einem Paradigmenwechsel (Schule als lernende und lebende Organisation und nicht primär als lehrende Institution) scheuen:

Die Kernzelle dieser angestrebten Schulreform ist die Einzelschule als individuelle Sozialgestalt mit den in ihr arbeitenden Menschen (Schüler/innen, Lehrer/innen, Sozialpädagog/inn/en und  Eltern, aber auch sonstige Personen und Einrichtungen  - z. B. Wirtschaftsbetriebe, Jugendamt, Sozialamt ...- aus dem schulischen Umfeld).

Zur Entwicklung einer Schule in erweiterter Verantwortung müssen Methoden zur Öffnung von Schule und neue Formen der Zusammenarbeit erarbeitet bzw. zugelassen werden.

Eine Grundlage der Reform ist ein landesweit einheitlicher Rahmen, der per Gesetz legitimiert ist. 
Kollegium und Schulleitung legen gemeinsam und in Absprache und bei abgestufter Verantwortung mit den Eltern und Schüler(inne)n fest, wie dieser Rahmen gefüllt werden soll. 
Die Zielsetzung der inneren Schulentwicklung als Demokratisierungsprozess ist nicht zu verwechseln mit der Installation einer „autonomen Schule“. 

Einzelne Schritte der Inneren Schulentwicklung
Dieser Demokratisierungsprozess ist Teil der inneren Schulentwicklung.
Am Beginn des Schulentwicklungsprozesses steht eine Bestandsaufnahme mit der Beschreibung aller relevanten Faktoren. Daran beteiligen sich neben den Lehrpersonen auch die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Darauf aufbauend wird ein Schulprogramm erarbeitet, in das auch eine Vereinbarung zwischen Schule (Lehrpersonen und Schüler) und Elternhaus über Erziehungsstile und Erziehungsziele aufgenommen wird. Dieser pädagogische Konsens wird in einem Schulprogramm mit den inhaltlichen/pädagogischen/didaktischen/methodischen Schwerpunkten für die Arbeit der jeweiligen Schule bzw. Bildungseinrichtung fixiert.
Der Schulentwicklungsprozess muss von ausgebildeten Moderatoren begleitet und durch qualifizierte Fortbildung für alle Beteiligten gestützt werden.
Die konsequente Arbeit nach diesem Programm führt (nach einigen Jahren) zu einem unverwechselbaren Schulprofil.
Bei der Gestaltung des Programms handelt es sich um eine Entwicklung im Sinne eines dynamischen Prozesses.



Der Bayerische Landtag hat die Petition am 8.8.2003 beraten und mit den Stimmen der CSU der Bayerischen Staatsregierung als Material überwiesen (§ 84 Nr. 3 GeschO). SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben für die Umsetzung der Petition gestimmt.

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