Logo-Kreis MdL Bause zu Gast
 
Fraktionsvorsitzende Margarete Bause beim Forum Bildungspolitik


Margarete Bause, Fraktionsvorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag stellte beim Forum Bildungspolitik in Bayern das bildungspolitische Konzept ihrer Fraktion vor.

MdL Bause
Im Margarete Bause (Bildmitte), Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag beim Forum Bildungspolitik in Bayern am 15.11.04.


Ausgangspunkt der Überlegungen der Grünen sei die Einschätzung, dass in Bayern Bildungspolitik ohne Vision gemacht werde, dass es keine Strategie gebe, sondern nur Flickschusterei und Leerlauf. Die Grünen hätten für diese Legislaturperiode die Bildungspolitik zum Schwerpunkt gemacht.

In der anschließenden kontroversen Diskussion über den Beamtenstatus der Lehrer, äußerte Bause, nicht der Beamtenstatus als solcher sei das Wichtigste. Zentral für Verbesserungen an den Schulen sei die Reform der Schulaufsicht und mehr Geld.

Bause sieht beim Thema 9 Jahre gemeinsame Schulzeit "viel verbrannte Erde der Vergangenheit." Nach PISA ließe sich das Thema einer Strukturreform im Bildungswesen aber nicht mehr umgehen. Die Schule müsse auch kurzfristig innerhalb der bestehenden Strukturen verbessert werden, man müsse mittelfristig aber auch über die Strukturfrage reden, denn das Aussortieren sei eines der Grundübel unseres Systems. "Gemeinsame Schule" hieße, sich für eine Schule der Vielfalt einzusetzen, nicht für eine Einheitsschule. Gemeinsame Schule und dreigliedriges Schulsystem könnten nicht neben einander existieren. Die Debatte um die Schulstruktur müsse auch gegen die Mehrheit der Bevölkerung geführt werden. Bause sieht auch fachliche Probleme, denn mit Lernen in heterogenen Gruppen gebe es in Deutschland keine Erfahrung.

Die Mitbestimmungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern sollten gestärkt werden. Das richtige Gremium dafür sei das Schulforum. Es solle paritätisch besetzt werden. Die Sprengelbildung sollte nicht aufgehoben werden, da dies soziale Segregation verstärke. Wir wollen "keine Gettoisierung von Anfang an".

In der nächsten Zeit werde die Bildungsfinanzierung zentral sein. Selbst mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln gehe die Finanzierung in Bayern zurück. Die CSU blockiere aber den Subventionsabbau (z.B. bei der Eigenheimzulage), der eine bessere Bildungsfinanzierung möglich mache. Man könne nicht das angeblich fehlende Geld vorschieben, der politische Wille sei für eine Bildungsreform entscheidend. Bause wünscht sich, das sich das Forum in dieser Frage sehr deutlich artikuliere. In diesem Zusammenhang habe sie die Zustimmung des BEV zum Büchergeld mit Befremden zur Kenntnis genommen. Sie plädiert für ein breites Bündnis für mehr Investitionen für Bildung.

Bause wird um Unterstützung gebeten, jetzt noch auf das geplante Gesetz für die Kindertagestätten Einfluss zu nehmen, die sie zusagt. Die Ansprüche des Bay. Erziehungs- und Bildungsplans seien im Rahmen des geplanten Gesetzes nicht zu realisieren. Für Kindergärten wäre eine Gruppengröße von 15 Kinder mit zwei Erzieherinnen ideal. Das Landeserziehungsgeld solle zur Finanzierung von Kinderkrippen verwendet werden.

Text und Foto: Dr. Gerhard Hüfner 


Forum Bildungspolitik in Bayern

Wir über uns
Unsere Geschichte
Mitgliedsorganisationen
Positionen
Veranstaltungstipps
Suche
Impressum/Kontakt