Logo-Kreis Forum Bildungspolitik informiert sich über ADHS und die Folgen für die Bildung
 
Renate Schmidt, ehem Bundesministerin, referierte als Schirmherrin der Informationskampagne "ADHS und Zukunftsträume"

  Foto Renate schmidt

Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D.

 

München - 5. Mai 2014

Die Informationskampagne "ADHS und Zukunftsträume" hat folgende Ziele:

Diese Ziele wurden bisher verfolgt mittels PR-Aktivitäten (Pressekonferenzen, Pressemitteilungen, Hörfunkbeiträge) und Aktionen (Mitmachaktionen für betroffene Kinder, Zukunftspreise, Telefonberatung, ADHS-Spot). Die Kampagne macht keine Werbung für Medikamente, die medikamentöse Therapie steht auch nicht im Zentrum der Kommunikation. Sämtliche Aussagen zu medizinischen und therapeutischen Aspekten folgen anerkannten fachärztlichen Leitlinien zur ADHS.Kooperationspartner und im wissenschaftlichen Beirat vertreten sind:

Die im Jahr 2013 vom Beirat erarbeiteten 10 Ziele für 2020 geben die Richtung vor für alle weiteren Kampagnenaktivitäten.

Gäste heute im Forum Bildungspolitik:

 

Renate Schmidt:
Kampagnenziel von Zukunftsträume sei nicht die Vermarktung eines bestimmten Medikaments. Vielmehr ginge es um Information, Verständnis für Betroffene und Verbesserung der Lebensbedingungen der Betroffenen. Sie wende sich gegen Desinformation, Falschinformation und Vorurteile. Die Pharmafirma Shire, die selbst zwei ADHS-Präparate herstelle, finanziere die Kampagne, trete aber innerhalb der Kampagne nicht auf.
Schmidt selbst würde nie eine bestimmte Therapieform empfehlen, wenn Kinder sich wohlfühlen. Dies sei aber in vielen Fällen nicht der Fall. ADHS verstärkt zudem andere Risiken wie Suchtpotenzial, Kriminalität und Suizidgefahr.
Der Reibungsdruck in den Familien sei oft extrem, häufig sei auch mindestens ein Elternteil betroffen. Die Situation erhöhe das Scheidungsrisiko.
Ihr Ziel sei eine multimodale Behandlung, d.h. eine ganzheitliche Therapie.

Ihr Fazit: Medikamente allein helfen selten.

Die Kampagne habe 10 Ziele. Drei betreffen die Schule:

Schmidt zieht folgendes Fazit:

 

Dr. Streif:
Die Symptome von ADHS wurden erstmals 1932 als Krankheit publiziert. Die WHO spricht von einer "hyperkinetische Störung".Die Leitsymptome sind:


Gestaltung von Schule führe häufig zur Benachteiligung der Betroffenen: ADHS-Kinder haben es zunehmend schwerer (z.B. mehr Lärm, mehr Medien, Ganztagsschule)

Ziele der Kampagne:

 

Dr. Stollhoff:
Vor 20 Jahren habe sich noch niemand um die betroffenen Kinder gekümmert. Bereits 400 v. Chr. habe Hyppokrates die Symptome von ADHS als Krankheit mit Therapiebedürftigkeit beschrieben. Neuropsychologische Schwächen:


Kaum eine andere Krankheit sei so gut erforscht: Es handelt sich um eine Reifeverzögerung des Gehirns. Linderung durch Medizin ist möglich, hat aber Grenzen.
Vererbung:
ADHS höre nicht einfach mit 18 Jahren auf.
Stollhoff zeigte zwei Videos, die zeigen, dass vergleichbare Symptome auch im Tierreich vorkommen.

 

Aus der Diskussion:

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