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Ines Boban und Prof. Dr. Andreas Hinz, Martin-Luther-Universität, Halle

zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention zu Gast beim Forum Bildungspolitik in Bayern

am 1. März 2011, München

 

Foto Boban Hinz Foto Vielfalt als Chance
Ines Boban und Prof. Dr. Andreas Hinz
Vor allem Eltern und Lehrer/innen kamen besonders zahlreich

Pressemitteilung

Präsentation

Inklusion - Unterschiede wahrnehmen und Heterogenität fördern

Ein Bericht von Georg Feifel

Unser traditionelles, deutsches Schulsystem (Bildung möglichst homogener Lerngruppen, Verteilung von Noten nach der Gaußschen Kurve, Selektion, Diskriminierung von gesellschaftlich Benachteiligten, ...) macht es schwer, jede Person in ihrer Einmaligkeit anzuerkennen. Es missachtet die Tatsache, dass verschiedene Menschen verschiedene Stärken haben. Das Ziel "demokratische Bildung" ist es nun, diese Situation zu ändern. Seit der Unterzeichnung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung (Dez.2008) haben alle Kinder in Deutschland ein Recht darauf, gemeinsam mit anderen zu lernen. Inklusive Pädagogik als Pädagogik der Vielfalt ist eine "große Geschichte", die allerdings kleine Schritte erfordert.

Auch in Bayern erfordert das nun geltende Recht ein inklusives Bildungsangebot als reales Recht auf Zugang zu allgemeinen Kitas und Schulen für alle Kinder. Inklusion ist eine Verpflichtung für jede Einrichtung. In allen Bundesländern gibt es allerdings noch Kostenvorbehalte bei der Umsetzung der eingeforderten zielgerichteten und wirksamen Maßnahmen.

Die Einforderung juristischer Konsequenzen (laut Gutachten) könnte die Umsetzung beschleunigen.

Das Ziel einer inklusiven Schule, in der verschiedenste Kinder und Erwachsene verschiedenste Inhalte und Lernformen entwickeln, ist eine große Herausforderung.

Die UN-Konvention beinhaltet 4 internationale Eckpunkte:

Es ist sinnvoll, zwischen drei Ebenen der Inklusion zu unterscheiden:

Seit 2002 gibt es einen "Index für Inklusion", ein international erprobtes Material zur Inspi- ration und Evaluation von Schulentwicklung (560 Fragen). Er beschreibt in seiner Systema- tik drei Dimensionen:

Fazit: Es ist Zeit, die "Spielregeln" für alle zu ändern, statt einige, die bisher nicht mitspielen durften, so einzupassen, dass sie am für alle schwierigen Spiel teilnehmen können.

An den Vortrag schloss sich eine rege Diskussion an. Juristische Klagen von betroffenen Eltern werden wohl erst bekannt werden, wenn ein entsprechendes Schulgesetz vorliegt.

 

Weitere Informationen:

über Ines Boban

über Prof. Dr. Andreas Hinz

Index für Inklusion - kostenloser Download

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