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Ausschussvorsitzende Marianne Schieder Gast beim Forum Bildungspolitik

Erneut konnte Albin Dannhäuser als Sprecher des Forum Bildungspolitik prominenten Besuch bei der Sitzung des Forum Bildungspolitik im Juli 2002 begrüßen: Die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport des Bayerischen Landtags und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Marianne Schieder. Das Gespräch war das dritte nach den beiden mit Joachim Herrmann (CSU) und Petra Münzel (Bündnis 90/Die Grünen). Schwerpunkt war einerseits das vom Forum vorgelegte Positionspapier „Demokratie leben und lernen – Innere Schulentwicklung als Demokratisierungsprozess“ (vgl. www.forum-bildungspolitik.de). Aus aktuellem Anlass wurden außerdem die kurz zuvor veröffentlichten Ergebnisse der Studie PISA-E diskutiert.

Schieder begrüßte das Positionspapier des Forums zur „Demokratisierung“. Viele der Forderungen würden sich mit der Auffassung der SPD-Landtagsfraktion überschneiden. Diese habe in der Vergangenheit bereits mehrfach parlamentarische Initiativen mit ähnlicher Zielsetzung eingerichtet, z.B. im Zusammenhang mit dem Schulforum. Das Forum kam anschließend überein, das Positionspapier zur Demokratisierung jetzt, nach der eingehenden Diskussion mit allen drei Landtagsfraktionen, offiziell als Petition an den Bayerischen Landtag zu richten. 

Durch PISA-E sehe sich die SPD in ihren Forderungen bestätigt, erklärte Schneider. Hierzu gehöre an erster Stelle die Forderung nach kleineren Klassen, insbesondere an Grundschulen. Obwohl die durchschnittliche Klassenstärke und die Zahl der Klassen über 30 in den letzten Jahren gesunken sei, bestünden noch erhebliche Probleme. Schieder verwies auf das Vorbild Finnlands, wo es in jeder Grundschulklasse eine zweite Lehrkraft gebe. In Hessen sei dies an Brennpunktschulen ähnlich geregelt. Dies zeige, dass viele Probleme mit mehr Personal und mehr Flexibilität für die Einzelschule, lösbar seien.

Die Ausschussvorsitzende kritisierte in scharfer Form den Auslesedruck an Grundschulen. Dieser führe zu Angst und Misserfolg anstelle von Motivation, etwas lernen zu wollen. Der Druck, der von Eltern auf ihre Kinder ausgeübt werde, sei durch das bayerische Schulsystem verursacht und könne Eltern deshalb nicht zum Vorwurf gemacht werden.

Dannhäuser forderte als Konsequenz aus den PISA-Studien eine neue Lernkultur. Anstatt reproduktiven Lernens von Fakten müssten selbstgesteuertes Lernen, Teamarbeit und andere Methoden verstärkt Einsatz finden. Entsprechende Änderungen seien ohne zusätzliche Kosten sofort realisierbar. 
 

MdL Schieder
 

Das Forum Bildungspolitik in Bayern diskutierte im Juli 2002 mit der Parlamentarierin Marianne Schieder über die Demokratisierung von Schule und die Ergebnisse der Studie PISA-E. Schieder 
(6. von links) ist Vorsitzende des Landtagsausschusses für Bildung, Jugend und Sport und Bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. BLLV-Präsident Albin Dannhäuser (3. von rechts) ist auch Sprecher des Forum Bildungspolitik.

Text und Foto: Florian Fischer 


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